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Ehrenamtliche Helfer In unserer Gesellschaft gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ehrenamtlich tätig zu sein. Leider sind fast alle Bereiche chronisch unterbesetzt. So ist dies auch im Rettungshundewesen. Besonders in unserer Region gibt es nur wenige interessierte und geeignete Menschen, die mit oder ohne Hund diese verantwortungsvolle Tätigkeit ausführen möchten.
Geeignete Hunde Nicht jeder Hund ist in gleichem Maße geeignet für die Rettungshundearbeit. Hierbei spielen die Rasse, sowie der Züchter eine große Rolle:
Rasse: Gebrauchshunderassen sind besonders durch ihre Führbarkeit und Züchtung für bestimmte Arbeitsbereiche als Rettungshund geeignet.
Züchter: Großes Augenmerk sollte in jedem Fall auf die Herkunft des Hundes, welchen man sich an- schaffen möchte, gelegt werden. Dies gilt nicht nur für spätere Rettungshunde. Nicht umsonst müssen Züchter von Rassehunden eine Qualifikation nachweisen, um diesem Hobby nachgehen zu dürfen. Die ersten 8 Wochen seines Lebens, die ein Welpe bei einem Züchter verbringt, sind prägend für sein späteres Leben. Die sogenannte “Prägephase” (4.-8. Lebenswoche) trägt nicht ohne Grund diesen Namen. Hierbei lernt der kleine Racker seine Umwelt kennen und wird mit ständig neuen Eindrücken konfrontiert. Für eine eine fachgerechte Umsorgung der Welpen ist ein hohes Maß an Wissen nötig!
Trainingsgebiete Um für die Flächensuche zu trainieren, benötigt man geeignete Flächen (vor allem Wälder, denn hier finden die meisten Einsätze statt). Für die Trümmersuche muss man in Trümmergeländen trainieren. So einfach ist das! Oder? Weit gefehlt!
Flächensuche: Große Waldgebiete unserer Region sind sogenannter “Staatswald”. Diese werden vom staatlichen Forstamt verwaltet. Jedoch hat man hier andere Vorstellungen, welche die Nutzung dieser Gebiete betreffen: “Jagd geht vor und Sie dürfen hier nicht trainieren”, so die verantwortliche Forstbeamtin unserer Region. Wir haben uns bis an die oberste Forstbehörde des Landes Sachsen-Anhalt gewendet. Einzige Aussage dieser Institution: “Die Entscheidung liegt in der Hand der regionalen Verantwortlichen” Allerdings werden auch Unterschiede gemacht: Eine andere “Staffel” unserer Region darf in eben diesen Gebieten trainieren. Leider verweigert man jegliche Zusammenarbeit mit uns sowohl seitens dieser Organisation wie auch durch den staatlichen Forst.
Auch wenn die Jagd auf wildlebende Tiere Vorrang hat, sprechen die Fakten für uns: Werden uns z.B. 10 Waldgebiete zur Verfügung gestellt, so wären wir höchstens alle 10 Wochen in jedem Gebiet. Das heisst: pro Jahr würde auf jeder Fläche lediglich dreimal trainiert werden (Einhaltung der Brut- und Setzzeiten). Hierbei tritt weder eine Störung der Fauna noch der Flora auf. (Fakt: Bereits kurz nach dem Durchlaufen unserer Hunde kehren Rehe und andere Tiere in ihr Revier zurück. Die Brut und Setzzeiten müssen auch wir einhalten, so dass während dieser Zeiten nicht in freien Wäldern trainiert wird)
HILFE ist in Sicht! Wir konnten durch das Treffen mit Herrn Rüdiger Erben, Innenstaatssekretär des Landes Sachsen- Anhalt auf dieses Problem aufmerksam machen und erhielten die Zusage zur Unterstützung bei der Lösung. An dieser Stelle bedanken wir uns für die uns entgegengebrachte Aufmerksamkeit bei Herrn Erben und hoffen auf seine Hilfe.
Trümmersuche: Um wirklich einsatzbereit im Bereich Trümmersuche zu sein, muss man im Training den Ernstfall so realistisch wie möglich nachstellen. Hierzu benötigt man Abrisshäuser, die sich im Abriss befinden und Trümmerberge aus den Bestandteilen, welche auch gewisse Hohlräume und Versteckmöglichkeiten bieten. Leider fürchten sich viele Unternehmen aus Unwissenheit, uns eine Genehmigung zur Begehung dieser Objekte zu erteilen. Wir sind allerdings geschult in den Bereichen Trümmerkunde, Trümmer- Einsatztaktik und können über einen schriftlichen Vertrag die Haftung für die Unternehmer ausschließen.
Finanzen Da alle Einsätze kostenlos sind, haben wir keinerlei Einnahmequellen durch ebendiese. Somit hängt die gesamte Finanzierung unserer Rettungshundearbeit an unseren Mitgliedern. Das von uns benötigte Budget ist nicht astronomisch, dennoch bekommen wir keinerlei staatliche Unterstützung. Bisher haben wir trotz zahlreicher Anträge an die für uns ehemals verantwortliche Kommune und den Landkreis nicht einmal eine Nachfrage oder Interessensbekundung bekommen. Bestes Beispiel hierfür ist die Stadt Eckartsberga (ehemaliger Hauptsitz des Vereins). Drei Jahre hintereinander wurden an die Stadt und die Verwaltungsgemeinschaft je ein Antrag auf Fördermittel für die ehrenamtliche Arbeit zur Rettung von Menschenleben gestellt. Ohne jegliche Antwort, auch auf persönliche Vorsprache, wurden alle Anträge ignoriert, zeitgleich aber vierstellige Beträge z.B. an Fußballvereine ausgezahlt.
Man bekommt den Eindruck, dass in unserem Staat die Rettung von Menschenleben weniger Wert als sportliche Freizeitgestaltung hat. Hierzu sollte man einmal das Budget des Landes Sachsen-Anhalts für die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Förderung des Sports (im Jahr 2009*: 20 MILLIONEN (20 000 000,00) Euro) und der Rettungshunde (kein Budget = NULL (0,00) Euro) vergleichen.
*Quelle: Landtag Sachsen-Anhalt [LINK] verantwortlich für diesen Bericht ist allein der Autor Matthias Richter
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